
Drogenstammtisch 7: Drogenszene: wird es endlich gut?
3.3.2026
Aufgrund der kühlen Temperaturen hat sich die Lage etwas entspannt. Der neue Superblock Matthäus hat neue Möglichkeit der Drogendealerverstecke ergeben. Ebenso hat sich rund um die Matthäuskirche ein Treffpunkt für Jugendliche installiert, welcher zu nächtlichen Ruhestörungen und vermehrtem Littering führt.
Die Situation im Erlenmatt und rund um die K+A scheint sich in den letzten Monaten verschlechtert zu haben, berichtet ein Anwohner.
Thomas Kessler stellt ein Massnahmenkatalog vor, welcher verschiedene Punkte für eine Gleichstellung der Quartiere Matthäus, Klybeck und Kleinhüningen mit bspw. Wettstein oder Hirzbrunnen erreichen soll. Die Ideen von einer stadtweiten Lastenverteilung, Erhöhung der Sauberkeit, Ausschaffung von abgelehnten Asylbewerbern, Bekämpfung mafiöser Strukturen/Betriebe oder interessantere Tagesstruktur für Asylsuchende wurden wieder genannt. Klar ist, dass eine erhöhte soziale Kontrolle die Drogendealer aus ihrer Anonymität holen und so eine Ortshoheit von den Dealern zurückerobert werden kann. Ebenso würde eine häufigere Reinigung durch die Stadtreinigung nicht nur zur Sauberkeit beitragen, sondern auch die soziale Kontrolle verstärken.
Was klar wurde, ist, dass die getroffenen Massnahmen für Drogenkonsumenten auf einem guten Weg sind. Jedoch fehlt vor allem nachts die Aufenthaltsmöglichkeit, was wiederum zu Lärmproblematiken im öffentlichen Raum führt. Dem Entgegenwirken könnte bspw. ein Nachtbus, welchen die obdachlosen Drogensüchtigen aufsuchen könnten.
RR Stephanie Eymann kündet wieder Schwerpunktaktionen an.
Drogenstammtisch 6: Fentanyl: Basel wappnet sich
23.9.2025
Die synthetischen Drogen wie Fentanyl breiten sich weltweit schnell aus. Suchtexperten warnen vor den schlimmen Folgen. Die aufklärende Arbeit der diversen Präventionsstellen scheint zu funktionieren und die Drogenkonsumenten sind sich der Gefahr bewusst, welche von Fentanyl ausgeht.
Die aktuelle Situation mit Kokain-, Crack- oder Freebase-Abhängigen belastet die Bevölkerung stärker. Die Polizei verzeichnet mehr Einsätze und Festnahmen in diesem Bereich. Die Problematik bleibt weiterhin der offene Konsum von Drogensüchtigen, vor allem auf Spielplätzen oder anderen belebten Orten wie bspw. die Kirchen. Hier bilden vor allem Kokainsüchtige eine grosse Problemgruppe, wenn sie auf Spielplätzen konsumieren, das Besteck auswaschen und nachts herumschreien. RR Lukas Engelberger versprach die eingebrachten Ideen zu prüfen und nach Möglichkeit praxisnahe Lösungen zu finden.
Weitere Informationen erhalten Sie hier via Stadtteilsekretariat Kleinbasel.
Drogenstammtisch 5: Drogen und Dreck – Wie verbessern wir die Situation?
25.3.2025
Aufgrund der kalten Temperaturen hat sich die Situation wieder beruhigt. Eine Verschiebung vom Matthäusplatz zum Rhein (Erasmusplatz, Florastrasse, etc.) wurde festgestellt. Das öffentliche WC auf dem Matthäusplatz wurde geschlossen.
Bei den Sitzbänken, Rabatten und auf den Strassen ist die Verschmutzung unverändert. Das Beispiel einer Begegnungszone, in welcher das Sitzmobiliar entfernt wurde, zeigt ein positives Resultat und, dass die Verunreinigung nicht nur von Konsumierenden stammt.
Die IGK hat in den letzten Monaten insbesondere am Claraplatz der Thematik gewidmet, weil die Gewerbetreibenden Verschmutzung an und vor ihren Läden reklamierten. In den halböffentlichen Räumen fällt mitunter am meisten Dreck an, da die Stadtreinigung dort nicht verantwortlich sei. Die IG Kleinbasel fordert daher in einem Schreiben an das Präsidialdepartement Rangerteams zwischen Riehenring, Claraplatz und Dreirosen, Reinigung von Privathauseingängen von der Stadtreinigung und einen Runden Tisch, um Lösungsansätze mit den verantwortlichen Stellen zu erarbeiten. Ebenso wird eine Reinigung durch die Stadtreinigung gewünscht (Nachtrag: die Stadtreinigung möchte den Perimeter nicht reinigen, da durch den Einsatz von Schwemmwägen in der Arkade am Claraplatz Wasser- und weitere Schäden entstehen können. Eine manuelle Reinigung mit Besen und Zitronenwasser wird ebenfalls abgelehnt, da es sich um Privatgrund handle). Die Stadtreinigung erklärt, dass sie keine grössere Verschmutzung im Kleinbasel feststellen. Die Stadtgärtnerei ist mit 7-8 Personen im Kleinbasel für die Säuberung der Rabatten täglich unterwegs.
Ein Problem stellt auch das Urinieren an Hauseingänge und -wände dar. Das Community Policing gibt zu Bedenken, dass eine öffentliche Toilette oder die Unterstützung für einen sicheren Aufenthaltstort durch die Mittler zielführender sei als eine Geldbusse.
Zum Thema Littering im Allgemeinen, hat die Regierung erst kürzlich ein Massnahmenpaket verabschiedet: Mehr Mistkübel (auch um Lokale herum), mehr Abfallkontrollen und die Förderung von Mehrweggeschirr. Was die Take-Away-Reste betrifft, ist die Regierung mit dem Gewerbe in Kontakt. Auf die Frage hin, warum man in der Schweiz kein Pfandsystem einführe, antwortet Regierungsrätin Esther Keller, dass dies keine kantonale Entscheidung sei. Bei Veranstaltungen fordere der Kanton aber zunehmend ein Recyclingkonzept ein. Die Regierung beschäftigt sich momentan mit einem Abfallgesamtkonzept unter der Federführung des WSU. Eine zentrale Anlaufstelle für Bürger/innen wird gewünscht. Die Abfallhotline ist ein Ansatz, jedoch schwer und nur zu Bürozeiten erreichbar.
Die Polizei kündigt weitere Schwerpunktkontrollen sowie einem privaten Sicherheitsdienst ab Mitte März für 5 Wochen an.
Weitere Informationen erhalten Sie hier via Stadtteilsekretariat Kleinbasel.
Drogenstammtisch 4: Wie gehen wir mit Drogensüchtigen um?
19.11.2024
Im Frühjahr 2024 wurden Massnahmen eingeleitet, welche die Hotspots im Kleinbasel von Dealer und Konsumenten entlasten soll:
– Der Rangerdienst auf der Dreirosenanlage wurde ganzjährig ausgebaut. Es werden dort keine gewalttätigen Übergriffe und Körperverletzungen mehr verzeichnet.
– Polizei hat im Frühjahr Schwerpunktaktionen (regelmässige Grosskontrollen) durchgeführt.
– Die Öffnungszeiten der Kontakt- und Anlaufstelle (K+A) im Dreispitz wurde um eine Stunde ausgeweitet. So wird die K+A im Kleinbasel entlastet.
– Stellenausbau der Mittler im öffentlichen Raum (40%).
– Interdepartementale Arbeitsgruppe in der Verwaltung, um umfangreiche Massnahmen zu erarbeiten.
– Punktuell privater Sicherheitsdienst (aktuell um Josephskirche).
Das Stadtteilsekretariat Kleinbasel kündigt im Frühling 2025 Zivilcourage-Rundgänge im öffentlichen Raum fürs Quartier an.
Anwohnende berichten, dass die Situation im Sommer zurückging, wobei nicht klar eruierbar ist, ob dies auf die Schwerpunktkontrollen oder das schlechte Wetter zurückzuführen ist. Die Anzahl Dealer hat abgenommen, Littering, Vandalismus wie auch menschliche Verunreinigungen sind unverändert geblieben. Die Situationen vor dem Elim im Claragraben wie auch in den Seitenstrassen zum Rhein haben sich stark verschlimmert.
Verschiedene Anbieter von betreutem und ambulantem Wohnen wünschen sich mehr Wohnraum für die Betreuung von Suchtbetroffenen. RR Kaspar Sutter sagt, dass die Programme Housing First und Housing First+ vorangetrieben werden und weitere Liegenschaften, tendenziell im Kleinbasel, dafür vom Kanton erworben werden.
Weitere Massnahmen werden vom Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen der UPK vorgeschlagen wie eine Untersuchung des Substitutionsansatzes für stark Suchtbetroffene, welche durch von Studie zur staatlichen Kokainabgabe fundiert werden soll.
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Drogenstammtisch 3: zu wenig Polizei: wer sichert dann?
29.5.2024
Seit März 2024 laufen Schwerpunktaktionen der Polizei an den Hotspots. Erste Zahlen und Fakten werden vom Community Policing präsentiert. 1240 Personen wurden kontrolliert und 112 davon festgenommen. Die Massnahme zeigt erste Wirkung durch Rückgang bei z.B. schweren Raubüberfällen. Die Lage auf der Dreirosenanlage beruhigt sich etwas, dies auch durch die Arbeit des Rangerdienstes. Es gibt grosse Bedenken bezüglich der steigenden Temperaturen und der damit verbundenen Erhöhung der sichtbaren Dealer, Kriminalität sowie Konsumierenden.
Eine Verlagerung (evtl. hervorgerufen durch die Schwerpunktaktion) in Quartierstrassen wie den Claragraben und Haltingerstrasse hat stattgefunden.
Die Staatsanwaltschaft zeigt die möglichen Konsequenzen straffälliger Personen/Dealer auf: Bei einer Festnahme kontrolliert die Polizei das Handy und Visum der Person, eventuelle Vordelikte und die Menge an Drogen, die sie mit sich trägt. Die Personen haben das Recht auf eine/n Dolmetscher/in, dies zu organisieren braucht jedoch Zeit, die für einen Strafbefehl, der innerhalb von 48 Stunden vollzogen werden muss, knapp ist. Sogenannte «unbedingte Freiheitsstrafen» werden in der Praxis durchaus erteilt, das Strafmass beträgt dabei max. 60 Tage. Schwierig sei damit umzugehen, dass es immer wieder Nachrücker bei den Dealern gäbe und die verhängten Strafen oft nicht abschreckend seien.
Eine Verlängerung der Öffnungszeiten der K+A Dreispitz soll eine Entlastung fürs Kleinbasel schaffen sowie die Aufstockung der Mittler im öffentlichen Raum um 40% und 20 neue Konsumplätze im Dreispitz sind die Massnahmen seitens Prävention.
RR Stephanie Eymann prüft, ob eine SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) wie in Zürich auch in Basel Sinn machen könnte. Es stehen verschiedene Fragen im Raum, welche die Aufgaben der SIP Basel beibehalten könnten: Sollen sie büssen können? Soll auch Littering und Sauberkeit beinhaltet sein? Wo wird die Stellen angesiedelt? Müssen es zwingend Polizisten sein? Wichtig ist hier, dass die bereits bestehenden und funktionierenden Massnahmen/Institutionen (Mittler, Rangerdienst, etc.) mitgedacht werden.
Weitere Ideen, welche durch die Quartierbevölkerung aufgenommen werden können, sind die Belebung der „besetzten“ Plätze durch gemeinsames Treffen für bspw. ein Nachtessen oder Apéro auf dem Matthäusplatz. Weitere Ideen wie ein Zivilcourage-/Deeskalations-Workshop oder Plakatständer mit Verhaltensregeln sowie bessere Bedingungen für die Polizei werden eingeworfen.
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8.3.2024: Medienmitteilung IG Kleinbasel
Die IGK begrüsst die Schwerpunktaktionen der Polizei im Kleinbasel
Die IG Kleinbasel (IGK) nimmt zur Medienmitteilung des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel-Stadt vom 8.3.2024 (10.00 Uhr) Stellung zur Schwerpunktaktion der Basler Polizei gegen die kriminellen Aktivitäten im Kleinbasel.
Die IGK beobachtet seit längerem mit wachsender Sorge die zunehmende Kriminalität im Kleinbasel. Diese löst grosse Unsicherheiten in der Bevölkerung und dem Gewerbe aus. Sie belastet das ansonsten positive Klima des vielfältigen Zusammenlebens im Kleinbasel und wirkt sich negativ auf das Gewerbe und speziell den Detailhandel aus. Die IGK ist überzeugt, dass ein vielfältiges Massnahmenpaket seitens der Regierung nötig ist, um das Problem ganzheitlich anzugehen. Ein hochrelevantes Element ist die Bündelung der polizeilichen Ressourcen in Schwerpunktkontrollen, um die Kriminalität zu bekämpfen. Darum begrüssen wir diese und weitere kommende Massnahmen, um die Sicherheit im Kleinbasel zu verbessern.
Die IGK hat Anfang dieser Woche zu einem Informationsanlass mit der Polizei und dem Detailhandel eingeladen, um Wege und Möglichkeiten im Umgang mit den steigenden Ladendiebstählen aufzuzeigen. Die IGK wird auch weiterhin die Situation genau beobachten und punktuell spezifische Anlässe für Ihre Mitglieder anbieten.
Wir sind überzeugt, dass es deutliche Zeichen seitens der Regierung, des Gewerbes und der Bevölkerung braucht, dass die Kriminalität weder im Kleinbasel noch sonst wo toleriert werden darf.
Bericht 20 Minuten
Bericht PrimeNews
Bericht Basel Jetzt
8.3.2024 Medienmitteilung Justiz- und Sicherheitsdepartement:
Die Kantonspolizei Basel-Stadt führt im unteren Kleinbasel eine weitere Serie von Schwerpunktkontrollen durch. Ziel ist es, kriminelle Aktivitäten im Bereich von Gewalt-, Vermögens- und Betäubungsmitteldelikten zu reduzieren. Die Massnahme erfolgt in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt und dem Migrationsamt Basel-Stadt.
Die Schwerpunktaktion zur Bekämpfung von Gewalt-, Betäubungsmittel- und Vermögensdelikten wird im unteren Kleinbasel mit hoher Frequenz und grossem Personalaufwand durchgeführt. Bisherige Kontrollen haben zu kurzfristigen Verbesserungen geführt, es besteht aber weiterhin Handlungsbedarf. Aufgrund des bekannten personellen Engpasses muss die Kantonspolizei ihre Mittel sehr gezielt einsetzen. Deshalb wird der Effekt der Aktion laufend überprüft und der personelle Aufwand an die Bedürfnisse angepasst.
Erfahrungsgemäss ist der Anteil nord- und westafrikanischer Staatsangehöriger bei derartigen Delikten im unteren Kleinbasel hoch, weshalb auch das Migrationsamt Basel-Stadt eng in die Schwerpunktaktion eingebunden ist.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt wird zu einem späteren Zeitpunkt eine Bilanz der Aktion ziehen und diese aktiv kommunizieren. Medienmitteilung
Drogenstammtisch 2: Wer dealt? Was tun wir dagegen?
25.1.2024
Wegen den kälteren Temperaturen hat sich die Situation beruhigt. Die Situation wird jedoch von der Bevölkerung als immer noch angespannt angesehen. Es wird gewünscht, dass schnelle und wirkungsvolle Massnahmen getroffen werden.
RR Stephanie Eymann stellt unter Vorbehalt einige geplante Massnahmen vor: Rangerdienst auf der Dreirosenmatte wird verlängert, beide Schulen sollen eine Securitas installiert werden, die Videoüberwachung wird verlängert, ein Schreiben der Regierung an den Bundesrat wurde versendet, in welchem die konsequente Rückführung von abgewiesenen Asylbewerber/innen und eine schnellere Bearbeitung von laufenden Gesuchen gefordert wird. Ebenso sollen die Notschlafstellen längere Öffnungszeiten erhalten und die Aufsuchende Sozialarbeit verstärkt werden.
Die Anwesende der Asylkoordination erklärt, dass der Drogenhandel für Asylsuchende anziehender ist als die minimale Tagesstruktur. Je nach Land sei eine Rückführung schwierig bis unmöglich, da es eine Kooperation mit den Herkunftsländern braucht.
Die Kontakt- und Anlaufstelle (K+A) im Dreispitz wird aufgestockt und soll so die K+A am Riehenring entlasten ergänzt das Gesundheitsdepartement.
Mehrere Wortmeldungen halten fest, dass sich problematische Situationen wie Sucht- und Asylwesen im Kleinbasel zentriert. Die Verteilung der verschiedenen problematischen Punkte auf die gesamte Stadt wird verlangt. Dies kann auch mit wechselnden Standorten gelöst werden, womit immer wieder eine Entlastung der verschiedenen Quartiere stattfinden kann. Die Stadtentwicklung bestätigt dies.
Weitere Informationen erhalten Sie hier via Stadtteilsekretariat Kleinbasel.
Drogenstammtisch 1: Wie weiter mit dem Drogenproblem?
25.10.2023
Seit dem Sommer 2023 hat die Drogenproblematik im Kleinbasel Ausmasse erreicht, welche für die Bevölkerung nicht mehr tragbar sind. Anwohnende der Florastrasse und des Matthäusplatzes haben eine Petition lanciert, welche das Dealen im Quartier unterbinden soll. Die Belästigung und Drohung seitens Dealer gegenüber Anwohnenden ist das Hauptproblem, weniger die Konsumierenden. Das 4-Säulen-Modell (Prävention, Therapie, Schadensminderung, Repression) müsse neu überarbeitet werden, da sich die Situation seit den 1990er Jahren geändert hat (Gewalt, Asylablehnungen, Menschenhandel, Klein- und organisierte Kriminalität, Drogenhandel). Es soll eine Interdepartementale Arbeitsgruppe entstehen, welche sich mit der Anpassung des 4-Säulen-Modells beschäftigt und entsprechende Massnahmen daraus umsetzt.
Weitere Informationen erhalten Sie hier via Stadtteilsekretariat Kleinbasel.









